Dienstag, 4. Juni 2019

beware... news 2019...

Live:

15.6.19 / p-town with die art
10.8.19 / scheibenberg with tba.

Studio 2019:




impressions...




Dienstag, 16. Oktober 2018

Sonntag, 12. August 2018

confirmed live rituals

18.08. - Scheibenberg/Erzgebirge
19.10. - Dresden/t.b.a.

dxsxvxnx@gmx.de


narcotic tales...

Mittwoch, 18. Juli 2018

Chemiefabrik 7.7.18

nice gig with nice girls and nice guys







29 Jahre Crowbar, elf Langeisen, der Sturm auf MTV und Charts schon in den frühen Neunzigern: Wer hätte geglaubt, daß sich die Sludge-Koryphäe aus New Orleans drei Dekaden später noch in verzeckte Keller und räudige Punkerschuppen verirrt? Vielleicht ist es der Verbundenheit zum Underground verdankt, wahrscheinlich seiner weiblichen Begleitung, daß Kirk Windstein nicht als kaputter Rockstar durch die Arenen dieser Welt tingelt. Nachdem er sein Brot zuletzt mit handgeschriebenen und persönlich in die weite Welt verschickten Lyric-sheets (zu deutsch Textblättern) verdiente, zeigte er sich im Sommer 2018 mit Crowbar auch wieder in natura in Europa. So in Dresden, wo sie im Hellerauer „Garden Cottage“ unweit vom Flughafen Unterschlupf fanden... Rund achtzig Leute hatten in der Lethargie des Juli den Weg zur „Chemo“, dem niedrigen, in die Flugschneise nach Klotzsche abgeduckten Klub im Pieschner Süden, gefunden. Lauter gute Typen! Veranstalter war diesmal nicht „Elbsludgebooking“, sondern „Antipop-Tourbooking“, die sich in erster Linie um Kubas Tendencia kümmerten. Wie so oft, ergaben sich Zeitplan und Programmablauf leider erst vor Ort. Immerhin konnten Fußballfans beim Beginn von 21 Uhr noch eine Halbzeit des WM-Viertelfinales Schweden gegen England verfolgen. Zu trinken gab´s in der Chemo wie immer Hustensaft zu einem kleinen Obolus.




Eröffnet wurde das Ritual durch DIE SATANSENGEL VON NEVADA. Die zeigten sich nach ihrem Ostpolkonzi vor genau einem Jahr in stark umgekrempelter Aufstellung: Gitarrist und Vokalist Sgt. T. stand heute rechts aus Sicht der Meute, das Gesicht war unter seinen Haaren verdeckt. Links stand anstelle von Stuntman Bob Gründungsbassist M.P. alias Del Preston. Im Hintergrund saß weiterhin H.K. an der Trommel. Aber eigentlich war man mit einem zweiten Bass erschienen. Doch dann mußte MOT unmittelbar vorm Auftritt den Schauplatz wegen einer geistigen Zerrüttung verlassen. Und auch stilistisch sorgten die Satansengel für andere Blickwinkel. Nach ihrer zwischen Zerrend-Langsam und Raserisch-Schnell pendelnden Schau im Vorjahr, sollten die Klänge in der Chemo ohne größere Amplituden, etwas temporeicher und unter brachialer Lautstärke übers Podest fegen. Auf eine Troika dezimiert, lieferten DSVN ihre 'Lo-Fi-Live'-Aufnahme aus dem Probebunker, welche die Quintessenz ihrer sieben Minalben, Siebenzöller und Singles seit 2012 ist. Wiederum flossen Hardcore und Blues, Doom und Crust ineinander. DSVN passten einfach perfekt zum Hauptakt und genossen als Dresdner Jungs überdies Heimspielvorteil. Entsprechend schnell war der Klub zu einem Schwitzkasten transformiert. Knapp vierzig Minuten lieferten die Satansengel einen giftigen Sludge aus rohen Apparatschiks und kruden Schreien (Sgt. T und Del im Wechsel), kurze Geschichten mit philosophisch-subtilem Unterton. Oder auch Haßblues aus der Unterschicht - der trotz brachialer Lautstärke und knirschender Aggressivität genug atmosphärische Momente hatte. Der Sound kam wie eine frische, unverbrauchte Version der neurotischen Eyehategod. Er war von einer gewissen depressiven Radikalität getragen und damit die perfekte Einstimmung auf die Koryphäe aus Louisiana überhaupt. Stellenweise wirkte der Auftritt atemlos, aber er bot auch einen einmaligen, kritischen Eindruck von unserem „Leben“ - zelebriert von drei verschrobenen Kerlen mit großen Herzen und tiefen Seelen. Und zwar abgründig, nervenzerrend, berührend - ehrlich! - Im Anschluß durfte ich noch etwas länger mit dem liebevoll „Knüppelgnom“ genannten Trommler über Gott und die Welt plaudern.


volles review auf http://www.heiliger-vitus.de



dank an alle die da warn,geholfen ham und bilders gemacht ham